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Chroniken von 5. Margareten

Geographie

5. Margareten
5. Margareten
Fläche: 2.0km²
Einwohner: 52.348 (per 31.12.2005)

Lage: Der Bezirk "Margareten" zählt mit 2 km2 zu den kleinsten Bezirken Wiens. Er liegt im Zentrum südlich von Wienfluß. Mit nur 4,5% Grünfläche ist der Bezirk eine Hochburg der Grünen Partei (zweitstärkste Fraktion).

Geschichte/Chronik

bis 1850 und 1861* Der Bezirk Margareten entstand aus sechs ehemaligen Vorstädten: Margareten, Nikolsdorf, Matzleinsdorf, Laurenzergrund, Reinprechtsdorf, Hundsturm. Diese wurden 1850 zum Bezirk "Wieden" eingemeindet und 1861 als "Margareten" abgespalten.
19. Jhdt Wandel vom Handwerkerbezirk zum Arbeiterbezirk
1864 Errichtung des Waisenhauses
1865 Errichtung des Hartmannspitals
1877 Eine Pferdeiesenbahn wird in BEtrieb genommen
1899 Erste Gasbeleuchtung
1900 Höchste Bevölkerungsanzahl mit 107.000 (heute nur mehr die Hälfte)
1911 Der spätere Bundeskanzler Dr. Bruno Kreisky wird in der Schönbrunner Straße geboren.
1919 - 1920 Erste Wiener Gemeindebau: "Metzleinstalerhof"
1945 - 1955 Britische Besatzung
1996 Gründung des Kaffeemuseums
* Diese sechs Orte wurden neben einer Reihe anderer am 6. März 1850 als 4. Bezirk Wieden eingemeindet. Nach längeren Debatten wurde wegen der unterschiedlichen Verhältnisse 1861 der 5. Bezirk davon abgetrennt. 1873 verlor der Bezirk allerdings seine südlichen Teile an den 10. Bezirk Favoriten. In der Folge wurde der noch recht ländliche Bezirk zu dicht verbautem städtischem Gebiet, wobei er sich von einer hauptsächlich von Handwerkern bewohnten Gegend zu einem Arbeiterbezirk wandelte. Folglich entstanden hier in der Zwischenkriegszeit auch die ersten Wohnbauten des Roten Wien, was auch noch durch freies Gelände entlang des Gürtel ermöglicht wurde.

DAS BÄRENKREUZ

Eines Tages zog ein wandernder Gaukler durch die Vorstadt Margareten. Er besaß, neben einem dressierten Hund und einer Gans, einen riesenhaften Braunbären, dem er das Tanzen beigebracht hatte. Der Gaukler war auf dem Weg zum Schloß Hundsturm, wo er den adeligen Herrschaften zu ihrer Belustigung die Kunststücke des Tieres vorführen wollte.
Während er durch die Vorstadt ging, liefen immer mehr Menschen aus den umliegenden Dörfern zusammen um seinen Tanzbären zu bestaunen. Da kamen kleine Kinder und ältere Leute, die, ein wenig ängstlich und auf Abstand bedacht, den Bären bestaunten, was sich das große Tier auch ohne Unruhe gefallen ließ.
Doch auch einige freche und laute Burschen verfolgten ihren Weg und reizten den Bären durch Geschrei und indem sie ihn mit Weidenzweigen schlugen. Das vorher noch so gutmütige Tier begann zu brummen und zerrte an dem Seil, das durch einen Metallring in seiner Nase gezogen war. Nur mühsam konnte der Gaukler ihn wieder beruhigen. Doch immer wieder ärgerten die Jünglinge das arme Tier und liefen hinter ihm her.
Plötzlich richtete der Bär sich zu seiner ganzen imposanten Höhe auf, schlug seinen Besitzer mit einem Prankenhieb nieder und suchte sein Heil in der Flucht. Die Leute rannten in Panik in ihre Häuser und verbarrikadierten die Türen. Der Tanzbär rannte durch die Straßen und in der heutigen Bräuhausgasse fand er eine offene Tür, durch die er in das Haus eindrang.
Er kam in eine Wohnstube, in der unter dem Kreuz im Herrgottswinkel eine Wiege stand, in welcher der neugeborene Sohn des Hauses schlief. Die Mutter, die seinen Schlaf bewachte, rief verzweifelt um Hilfe, und schnell kamen der entsetzte Ehemann und auch andere Bewohner mit Stangen bewaffnet, um das Tier zu verjagen.
Verblüfft blieben die Helfer stehen, als sie sahen, wie der große Bär ganz vorsichtig das Kind beschnüffelte und seine kleinen Hände ableckte. Dann verließ er langsam und bedächtig, an den zurückweichenden Leuten vorbeigehend, den Raum und trollte sich in den nahegelegenen Wald.
Die Eltern beteten vor dem Kreuz ein Dankgebet für die wunderbare Rettung ihres Sohnes und von nun an hieß das Haus "Zum Braunen Bären".

Politik

Bezirksvorsteher seit 1945

Fritz Lendvai (KPÖ) 4/1945 - 7/1945
Max Tober (SPÖ) 1945 - 1950
Franz Grubeck (SPÖ) 1950 - 1962
Otto Reisz (SPÖ) 1962 - 1969
Johann Walter (SPÖ) 1969 - 1989
Kurt Heinrich (SPÖ) 1989 - 1999
Kurt Wimmer (SPÖ) 1999 -

Bezirksvertretung: von den 40 Bezirksräten entfallen ab der letzten Wahl 2005 folgende Mandate auf die jeweiligen Parteien:

ÖVP 7
SPÖ 18
Grüne 10
FPÖ 5

Persönlichkeiten

  • Dr. Bruno Kreisky: geb. am 22. Jänner 1911 in der Schönbrunner Straße 122. Bruno Kreisky war unter anderem Botschafter, Staatssekretär im Außenministerium und Parteivorsitzender der Sozialistischen Partei Österreichs (SPÖ). Im Jahre 1970 wurde Kreisky Bundeskanzler und blieb es bis 1983
  • Falco: (mit bürgerlichem Namen Johann Hölzel) Der Popstar wurde am 19. Februar 1957 in der Ziegelofengasse in Margarten geboren und lebte auch lange im dort. Gestorben an einen Verkehrsunfall 1998 in der Dominikanischen Republik
  • "WaLuLiSo" war ein Wiener Friedensapostel. Der Künstlername leitet sich von Wasser- Luft- Licht- Sonne ab. Er hieß Ludwig Weinberger, geb. 2. 7. 1914 Wien, † 21. 7. 1996. Rettet in den 1970-Jahren mit seinen Aktionen die Donauinsel vor der Verbauung. Zwischen 1944 und seinem Tod 1996 wohnte er in der Wehrgasse auf nur neun Quadratmetern
  • Karl Wlaschek (Unternehmer): In Wien-Margareten begann die berufliche Karriere des reichsten Österreichers. 1953 eröffnete der damals 36-jährige Pianist seine erste Diskont-Parfümerie. 1961 gründete er den Lebensmitteldiskonter "Billa", den er im Jahr 1996 um kolportierte 1,1 Milliarden Euro an REWE verkaufte

Sehenswürdigkeiten

In Margareten gibt es keine nenneswerten Sehenswürdigkeiten. Interessant auf Lokalebene sind beispielsweise:

  • Margaretenhof
  • Kirche "Zum heiligen Josef"
  • Metzleinstalerhof, erster kommunaler Wohnbau
  • Reumannhof
  • Matzleinsdorfer Hochhaus
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